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[AUSSTELLUNG]
Aktuelle Kunst, Medien- und Konzeptkunst Ost- und Westeuropas werden im Freiraum/ MQ Wien für 2 Wochen zu sehen sein.
(Kuratiert von 5uper.net in Kooperation mit *Dunja Kukovec*/Slovenien)
Wie definiert sich die digitale Kunst und wo sind die Perspektiven der aktuellen Medienkunst?
Der Schritt zurück steht nicht zur Diskussion - was also kann der Schritt nach vorne und was können die neuen Ansätze und Diskurse sein, die Medienschaffende beschäftigen und die sie aufgreifen? Wie könnte das Selbstverständnis einer zeitgenössischen Kunst im 21. Jh. sein? Was sind ihre Sinnhorizonte und Perspektiven? Gibt es ein zukunftsweisendes Rollenbild für Kunstschaffende, das über das herkömmliche Konzept des Individualkünstlers hinausgeht und sich zugleich dem neoliberalen Diktat eines angepassten(!), kulturwirtschaftlich orientierten Neu-Unternehmers nach dem Modell "creative industries" widersetzt?
Der Strukturwandel von Öffentlichkeiten im Übergang der Weltgesellschaft von der Modernisierung zur Globalisierung zeigt sich nicht zuletzt in einer expandierenden Elektrosphäre, die heute wesentlich die neuen ökonomischen, kulturellen und kommunikativen Umgebungen der Menschen formiert. Das Leben in einer kybernetisch-medialen Welt - Stichwort: Cybernetic turn - hat in umfassender Weise unsere Erkenntnisgrundlage und die Wahrnehmungskonzepte verändert. Das trifft selbstredend auch auf eine dezidiert zeitgenössische Kunstpraxis zu, die - wie schon die Avantgarden der ästethischen Moderne im 20. Jh. - auf der Suche nach neuen Funktionen in der Gesellschaft ist.
CODED CULTURES will unter diesem Anspruch auch zu einem Dialog anregen zwischen verschiedenen Kulturen auf Basis digitaler Werkzeuge. Wie schon in der Vergangenheit, gibt es bei allen Unterschieden auch sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen der Kunstkultur und der Subkultur. Hier konkret, zwischen der Medienkunst und bspw. der Demoscene, vor allem wenn es um Fragestellungen zur dislozierten Produktionsweise geht, um neue Strategien zur Distribution/Publikation - also um die Schaffung von Öffentlichkeiten unter den neuen Bedingungen - und um neue Formen der Rezeption etwa unter dem Aspekt der Interaktivität.
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